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Waldbrandgefahr

 

Achtung - Waldbrandgefahr!

Trockene Witterung lässt die Gefahr von Bränden in Wald und Flur erheblich ansteigen. Der Landesfeuerwehrverband appelliert daher an alle Waldbesucher, während der trockenen und warmen Frühjahres- und Sommermonate im Wald keine Zigaretten zu rauchen und kein offenes Feuer zu verwenden.

Auch auf das Grillen im Wald oder in Wald Nähe muss verzichtet werden. Lassen Sie auch kein Glas oder Glasscherben im Wald liegen, denn dieses kann wie ein Brennglas wirken und Waldbrände verursachen.

Wegen der anhaltenden Trockenheit bei höheren Temperaturen steigt in den Sommermonaten die Gefahr von Waldbränden. Zur Warnung veröffentlicht der Deutsche Wetterdienst von März bis Oktober je Tag und Ort einen sogenannten Waldbrandgefahrenindex mit fünf Gefährdungsstufen. Die niedrigste Stufe 1 bedeutet eine „sehr geringe Gefahr“. Bei der höchsten Stufe 5 ist eine „sehr hohe Waldbrandgefahr“ erreicht.

Meteorologische Daten, die regional vorhandenen Bodenverhältnisse, der Vegetationsstand und die Waldart stellen die Berechnungsgrundlagen für die Waldbrandstufen dar.
Aufgrund der extremen Hitze und der andauernden Trockenheit spitzt sich die Lage ab Stufe 4 („hohe Gefahr“) extrem zu.

 

Wie können Waldbrände vermieden werden?

Die Entstehung von Waldbränden zu vermeiden ist deshalb nun oberstes Ziel. Die Feuerwehr weist daher auf folgendes hin:

  • In den Wäldern besteht absolutes Rauchverbot: Zigarettenglut und unachtsam entsorgte Zündhölzer können verheerende Folgen haben.
  • Auch bei Fahrten mit der Bahn oder dem Auto durch Waldgebiete dürfen keine Zündhölzer oder Zigarettenkippen aus dem Fenster geworfen werden.

Deshalb ist die "Waldgefährdung durch Feuer" auch im Baden-Württembergischen Waldgesetz unter §41 extra geregelt.

§ 41

Waldgefährdung durch Feuer

(1) Wer in einem Wald oder in einem Abstand von weniger als 100 Meter vom Wald

1.

außerhalb einer eingerichteten und gekennzeichneten Feuerstelle ein Feuer anzündet oder unterhält oder offenes Licht gebraucht,

2.

Bodendecken sowie Pflanzen oder Pflanzenreste unbeschadet der abfall- und naturschutzrechtlichen Vorschriften flächenweise abbrennt,

3.

eine Anlage, mit der die Einrichtung oder der Betrieb einer Feuerstelle verbunden ist, errichtet,

bedarf der vorherigen Genehmigung der Forstbehörde. Die Genehmigung darf nur erteilt werden, wenn eine Gefährdung des Waldes durch Feuer nicht zu befürchten ist.

(2) Einer Genehmigung nach Absatz 1 bedürfen nicht

1.

in den Fällen des Absatzes 1 Nr. 1

a)

der Waldbesitzer und Personen, die er in seinem Wald beschäftigt,

b)

die zur Jagdausübung Berechtigten und die Imker während der Ausübung ihrer Tätigkeit,

c)

Personen bei der Durchführung behördlich angeordneter oder genehmigter Arbeiten,

d)

Besitzer auf ihrem Grundstück, sofern der Abstand des Feuers zum Wald mindestens 30 Meter beträgt;

2.

in den Fällen des Absatzes 1 Nr. 3 Personen für die Errichtung einer Anlage, die baurechtlich oder gewerberechtlich genehmigt wurde.

(3) In der Zeit vom 1. März bis 31. Oktober darf im Wald nicht geraucht werden. Dies gilt nicht für den in Absatz 2 Nr. 1 Buchst. a und b genannten Personenkreis.

(4) Brennende oder glimmende Gegenstände dürfen im Wald sowie im Abstand von weniger als 100 Meter vom Wald nicht weggeworfen oder sonst unvorsichtig gehandhabt werden.

 

Weiter zu beachten:

  • Grill- oder Feuerstellen außerhalb dieses Bereiches sind ordnungsgemäß zu beaufsichtigen und gegebenenfalls zu löschen, insbesondere wenn vom Funkenflug eine Gefahr ausgeht.
  • Flaschen oder Glasscherben dürfen nicht im Wald zurückgelassen werden. Durch den Brennglaseffekt kann es auch hier zur Brandentstehung kommen.
  • Mit Kraftfahrzeugen soll nicht auf Waldwegen oder auf Grasflächen gefahren werden. Vom heißen Auspuff bzw. dem Katalysator geht eine erhebliche Brandgefahr aus.

 

Was macht die Feuerwehr?

Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen dennoch zu einem Entstehungsbrand kommen, ist die Feuerwehr Frittlingen darauf vorbereitet.
Ziel der Einsatzplanung ist es, den Einsatzort in möglichst kurzer Zeit mit schlagkräftigen Ersteinheiten zu beschicken, um eine Brandausweitung zu verhindern.
So sind in unserer Gemeinde zwei Wasserführende Fahrzeuge, welche bei Bedarf schnell und gezielt das Wasser an die Einsatzstelle bringen. Unser LF 8/6 ist zusätzlich mit Allrad ausgestattet, so das wir auch unter schwierigen Bedingungen die Einsatzstelle erreichen können. Je nach Lagebild oder Brandentwicklung können natürlich auch noch zusätzliche Kräfte allarmiert werden.

 

Berechnung der Waldbrandgefahr

 
Warntafel mit Warnstufe
 
Hauptartikel: Waldbrandgefährdung (Quelle: Wikipedia.de)

Zur Berechnung der Gefährdungslage von Waldbränden verwendet der Deutsche Wetterdienst den Waldbrandgefahrenindex M-68. Das Modell greift auf Mittagswerte der Lufttemperatur, der relativen Luftfeuchte, der Windgeschwindigkeit und auf 24-stündige Niederschlagssummen (im Frühjahr auf morgendliche Schneehöhenmessungen) zurück. Aber nicht allein meteorologische Parameter sind ausschlaggebend für die Waldbrandgefahr, sondern auch der Vegetationsstand. Zeigerpflanzen (sie zeigen bestimmte Umweltbedingungen, wie den Stickstoffgehalt des Bodens, Luftverschmutzung oder Nässe bzw. Trockenheit an) spielen eine wichtige Rolle. Mit ihnen wird die phänologische Entwicklung des Waldbodenbewuchses und des Kronenraums abgeschätzt. Wenn das frische Ergrünen der Bodenvegetation und die Belaubung der Kronen abgeschlossen sind, wird die Ausbreitung der Waldbrände gedämpft und die Gefahr niedriger bewertet.

Aber nicht alle Baumarten sind gleichermaßen zündanfällig. Waldbrandstatistiken zeigen, dass unterschiedliche Bestandstypen in unterschiedlichem Maße von Waldbränden bedroht sind. Es hat sich deshalb als sinnvoll und ausreichend erwiesen, die Waldlandschaften – je nach ihrer Zünd- und Brennfähigkeit – in drei Klassen zu unterteilen. Die mit dieser Klasseneinteilung verbundenen Gefährdungskorrekturen werden bei der abschließenden Bewertung des Waldbrandrisikos berücksichtigt.

 

Der Deutsche Wetterdienst (http://www.dwd.de) informiert auf seinen Seiten über den aktuellen Waldbrandgefahrenindex und den Grasland-Feuerindex auch für Ihre Region. Der Link lautet:  http://www.dwd.de/waldbrand


Quelle: Text: Landesfeuerwehrverband BW, Foto: Gold, FF Ravensburg

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